Die Berlin Art Week 2025 macht die Metropole vom 10. bis 14. September 2025 erneut zum Zentrum der zeitgenössischen Kunst. Fünf Tage lang wird die Stadt zur Bühne für mehr als 300 Veranstaltungen an über 100 Orten.

Kunst erleben, diskutieren, entdecken – in Museen, Hangars, Ateliers und Privatsammlungen. Ein Überblick über das Programm.

Berlin Art Week 2025: Vielfältiges Programm an fünf Tagen

Die Berlin Art Week 2025 vereint vom 10. bis 14. September mehr als 100 Museen, Galerien, Projekträume und Sammlungen mit der Positions Berlin Art Fair. Über 300 Veranstaltungen und über 100 Ausstellungseröffnungen laden zum Eintauchen in aktuelle Kunstströmungen ein.

Berlin Biennale, Mila Panić, Big Mouth, 2025 © Mila Panić

In Theatern, Kirchen, Hallen oder auf Festivalgeländen werden Installationen, Performances, Filme, Malerei, Sound und partizipative Formate präsentiert. Die Berlin Art Week schafft Raum für neue Perspektiven zwischen etablierten Namen und aufstrebenden Künstlern.

Institutionen greifen gesellschaftliche Themen auf


aus der Ausstellung Global Fascisms
Haus der Kulturen der Welt, Roee Rosen, Night Skies with Full Moons Witness, 2024 © Roee Rosen

Zentrale Berliner Institutionen widmen sich in diesem Jahr drängenden Fragen der Gegenwart. Im Haus der Kulturen der Welt steht der Faschismus im Fokus einer internationalen Gruppenausstellung. Savvy Contemporary hinterfragt mit „Close to Home“ die Idee von Zuhause im migrantischen Alltag.

Im Hamburger Bahnhof zeigt Petrit Halilaj seine erste große Einzelausstellung in Berlin. Mit einer eigens entwickelten Oper verbindet er Geschichte, Träume und kollektive Identität. Auch das Kindl-Zentrum, der Neue Berliner Kunstverein und viele weitere Häuser setzen programmatische Höhepunkte.

Besonders präsent sind Performanceformate. Die Neue Nationalgalerie versammelt unter dem Titel „Perform!“ Beiträge von Ikonen wie Yoko Ono und Joan Jonas. Zeitgleich beschäftigt sich Jefta van Dinther in der St. Elisabeth-Kirche mit Erinnerung und Körperlichkeit.

Private Sammlungen öffnen ihre Türen

Ein Highlight der Berlin Art Week ist der exklusive Zugang zu renommierten Privatsammlungen. Die „Open Houses“ ermöglichen einen direkten Blick in die Räume der Boros Collection, Miettinen Collection oder Kienzle Art Foundation.

Zudem bringt das Format „Meet the Artist“ Sammler und Künstler in direkten Austausch. Besucher erleben Sammlungen, die sonst im Verborgenen liegen. Auch die Feuerle Collection und die Julia Stoschek Foundation zeigen bedeutende Werke internationaler Kunst.

Positions Berlin Art Fair: Treffpunkt der Galerienszene


POSITIONS Berlin Art Fair, 2024 © Photo Clara Wenzel-Theiler

In den Hangars des ehemaligen Flughafens Tempelhof findet die Positions Berlin Art Fair statt. 75 Galerien aus dem In- und Ausland nehmen teil. Parallel öffnen rund 50 Berliner Galerien zur „Gallery Night“ mit Ausstellungen von Künstlern wie Anselm Kiefer, Tauba Auerbach oder Katharina Grosse.

Galerie Robert Grunenberg, Meo Wulf, Transparente Klebebänder mit Make-up aus dem Theaterstück Erna Parker, 2021 © Roman März

Eine große Gruppenschau findet in den Wilhelm Hallen statt. Die Ausstellung „Hallen 06“ vereint Werke von über 50 Künstlern auf 9.000 Quadratmetern. Der VBKI-Preis würdigt junge Berliner Galerien, darunter Molitor, Mountains und Robert Grunenberg.

Featured-Programm: Kunst an besonderen Orten

Besondere Projekte abseits etablierter Pfade prägen das sogenannte „Featured“-Programm. Zur „Featured Night“ am Freitag, dem 12. September 2025, öffnen zahlreiche Off-Spaces mit kuratierten Sonderformaten.

In der Alten Feuerwache Tempelhof, im Funkhaus Berlin oder der Galerie Wedding entstehen neue ästhetische und politische Allianzen. Mit „Shifting Tides“ rücken erstmals auch Werke von Studierenden in den Fokus.

Projekte wie „Industrial Witchcraft“ oder „Maximal“ thematisieren gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Umbrüche aus künstlerischer Sicht.

Festivaltreffpunkt im Berlin Art Week Garten

Berlin Art Week Garten zu Gast am Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart © Staatliche Museen zu Berlin / ©: Alexander Rentsch

Als zentraler Anlaufpunkt lädt der Berlin Art Week Garten am Hamburger Bahnhof während der gesamten Festivalwoche vom 10. bis 14. September zum Austausch ein. Performances, Workshops und Drinks machen den Treffpunkt zu einem offenen Ort für Begegnung und Programmübersicht.

Die Berlin Art Week 2025 ist ein Gemeinschaftsprojekt von Kulturprojekte Berlin. Sie wird von der Stadt Berlin und dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung gefördert.

Einstiegsbild: HAU4, Hue Studio, Invisible Women, 2025 © Huo Studio

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