Das volle Leben. Alte Meister von Duccio bis Liotard zeigt zentrale Werke der älteren Malerei aus der Sammlung des Kunstmuseum Bern. Die Ausstellung präsentiert Gemälde vom 13. bis zum 18. Jahrhundert. Sie thematisiert religiöse, mythologische und weltliche Bildwelten. Dabei werden Gegensätze wie Askese und Reichtum, Moral und Sinnlichkeit sichtbar.

Zu sehen sind Altartafeln, Porträts, Stillleben und allegorische Darstellungen. Rund 70 Werke veranschaulichen die Vielfalt der europäischen Malerei vom Mittelalter bis zum Barock.

Schätze aus sechs Jahrhunderten

Maestà von Duccio di Buoninsegna, um 1290–1295, Tempera auf Pappelholz, mit Leinwand
überzogen, Originalrahmen©Kunstmuseum Bern

 

Die Versuchung des heiligen Antonius, 1518–1520, Mischtechnik auf Fichtenholz©Kunstmuseum Bern

Die Ausstellung Das volle Leben. Alte Meister von Duccio bis Liotard spannt einen Bogen vom 13. bis zum 18. Jahrhundert. Zu sehen ist die berühmte Maestà von Duccio di Buoninsegna, das älteste Gemälde der Sammlung. Hinzu kommen Werke aus Italien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Einen Schwerpunkt bilden die Altartafeln der Berner Nelkenmeister. Auch der vielseitige Künstler Niklaus Manuel steht im Mittelpunkt. Er war Maler, Dichter, Reformator und Ratsherr zugleich. Seine Werke erzählen von Glauben, Macht und gesellschaftlichem Wandel.

Irdische Lust und himmlische Ordnung

Jean-Etienne Liotard Simon Luttrell, futur Earl of Carhampton, 1753–1754, Öl auf Leinwand©Kunstmuseum Bern

 

Joseph Heintz d. Ä., Bildnis einer Dame, 1598, Öl auf Leinwand©Kunstmuseum Bern

Barocke Stillleben und vornehme Porträts zeigen den Wohlstand des alten Bern. Künstler wie Joseph Heintz oder Jean-Etienne Liotard feierten Reichtum und Selbstdarstellung. Gleichzeitig verhandeln allegorische Gemälde moralische Werte und Tugenden. Joseph Werners Darstellungen von Gerechtigkeit und Heilkunst sind zentrale Beispiele. Ein Höhepunkt ist die monumentale Berner Kebes-Tafel von Joseph Plepp. Sie zeigt mit über 200 Figuren den schwierigen Weg des Menschen zum Heil. Mythologische Szenen von Flora, Neptun und Venus setzen einen sinnlichen Kontrapunkt.

Infos & Termine

Ort
Kunstmuseum Bern
Hodlerstrasse 8
3011 Bern, Schweiz

Eröffnung
Donnerstag, 12. Februar 2026, 19:30 Uhr
Die Ausstellung ist ab 18:00 Uhr geöffnet.

Ausstellungsdauer
13. Februar bis 27. September 2026

Öffnungszeiten
Mittwoch bis Sonntag: 10:00–17:00 Uhr
Donnerstag: 10:00–20:00 Uhr

Eintritt
Am Eröffnungsabend ist der Eintritt frei.
Ab dem 13. Februar beträgt der Eintrittspreis CHF 15.00.

Beitragsbild: Joseph Werner d. J., Flora vor einem Brunnen, 1666, Gouache auf Pergament über Kupferplatte©Kunstmuseum Bern

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